klosterani

Das Kloster wurde 1170 im Todesjahr des Askaniers Albrecht der Bär, dem Gründer der Mark Brandenburg gegründet. Politischer Hintergrund der Klostergründung war wahrscheinlich die Absicht des Erzbischofs, der Südausdehnung der benachbarten askanischen Luckenwalder Herrschaft einen Riegel vorzuschieben. Erbaut wurde das Kloster in den Sümpfen der Nuthe von Mönchen, die aus der Zisterzienserabtei Altenberg bei Köln kamen.
Die Mönche legten das Gebiet trocken und verwandelten es in fruchtbares Land. Das Kloster gewann wirtschaftliche Bedeutung für die Region. Im Jahr 1285 wurden vom Kloster die Stadt Luckenwalde und elf umliegende Dörfer gekauft. Auf dem Höhepunkt seiner wirtschaftlichen Blüte im Jahr 1307 betrug die Ausdehnung des Klosterbesitzes nahezu 300 km². Für die ausgedehnte Handelstätigkeit wurden Stadthöfe u. a. in Berlin, Wittenberg und Jüterbog unterhalten.
Nach einem längeren Zerfallsprozess endete das mönchische Leben im Kloster 1553. Infolge der Reformation konnten sich die katholischen Mönche nicht behaupten.
Der Marienpsalter Nouum beate marie vigi[ni]s psalterium aus der Klosterdruckerei Zinna gilt als der älteste Buchdruck in Brandenburg. Der Wiegendruck des Buchdruckers Hermannus Nitzschewitz aus der Zeit um 1493 ist das bedeutendste Stück unter den historischen Buchbeständen der Sammlung Brandenburgica in der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam.
Quelle: Wikipedia